Die Bibel - das Wort Gottes

Bibel

Die ganze Schrift ist von Gottes Geist eingegeben und kann uns lehren, was wahr ist, und uns erkennen lassen, wo Schuld in unserem Leben ist. Sie weist uns zurecht und erzieht uns dazu, Gottes Willen zu tun. (2. Timotheus 3,16)

Die Entstehung der Bibel

Altes Testament
Die Bücher des Alten Testaments sind eine Sammlung von Dokumenten aus einem Zeitraum von etwa 1000 Jahren. Die Sammlung der kanonischen Schriften des Alten Testaments reicht zurück bis in die Zeit nach dem Exil (6. Jh. v.Chr.). Zur damaligen Zeit war der Tempel in Jerusalem zerstört. Israel hatte die staatliche Selbständigkeit verloren. Ein großer Teil der führenden Schicht Israels war deportiert. In dieser geschichtlichen Situation wurde begonnen, die verschiedenen Gesetzessammlungen und Erzählungen über die Geschichte des Volkes, die bereits schriftlich vorlagen, zu einem Ganzen zusammenzustellen. Es entstand ein fünfbändiges Werk, das die Juden „Tora“ (Weisung, Gesetz) nennen und das wir heute unter der Bezeichnung „die fünf Mosebücher“ kennen.

Die Worte der Propheten, die schon in der Zeit ihres Wirkens zum Teil von den Propheten selbst, zum Teil von anderen Leuten niedergeschrieben worden waren, wurden dem Alten Testament hinzugefügt. Auch die Geschichte Israels wurde zu einem Gesamtwerk zusammengestellt. Weitere Bücher des Alten Testaments sind die Psalmen, Hiob, Daniel usw. Diese bezeichnete man als „Schriften“. Die Originalsprachen des AT waren hebräisch und aramäisch.

In den ersten christlichen Gemeinden wurde vor allem die griechische Übersetzung des Alten Testaments, die Septuaginta, benutzt. Die Septuaginta enthielt auch die Apokryphen, die Spätschriften, das Buch Jesus Sirach, die Makkabäerbücher, die Bücher Judith und Tobias, sowie Zusätze zu Büchern Esther und Daniel.

Neues Testament
In einem Prozess, der mehrere Jahrhunderte dauerte, entstand der Kanon des Neuen Testaments. In ihm wurden Bücher aufgenommen, die die „Worte des Herrn“ enthalten. Diese finden sich in den vier Evangelien. Weitere Bücher des Neuen Testaments sind die Apostelgeschichte, die Paulusbriefe, der Hebräerbrief, die Briefe des Petrus und Johannes, weitere Briefe und die Offenbarung des Johannes. Im Jahr 363 n.Chr. wurde auf dem Konzil von Laodizea und im Jahr 397 n.Chr. auf dem Konzil von Karthago der Umfang des Neuen Testaments festgelegt, der identisch ist mit dem Neuen Testament, das wir heute verwenden.

Bei der Entscheidung, welche Bücher in den Kanon aufgenommen werden sollten, ließ man sich von zwei Gedankengängen leiten: Alle Schriften aus dem kirchlichen Gebrauch, die durch Irrlehren geprägt waren, sollten ausgeschieden werden. Benutzt werden sollten Bücher, die eine apostolische Herkunft hatten und dem Evangelium Jesu Christi entsprachen. Apostolische Herkunft bedeutet nicht, dass nur Schriften aufgenommen wurden, die von den Aposteln persönlich verfasst waren. Das NT wurde ursprünglich in griechisch geschrieben.

 

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