Die Bibel - das Wort Gottes

Bibel

Die ganze Schrift ist von Gottes Geist eingegeben und kann uns lehren, was wahr ist, und uns erkennen lassen, wo Schuld in unserem Leben ist. Sie weist uns zurecht und erzieht uns dazu, Gottes Willen zu tun. (2. Timotheus 3,16)

Der Inhalt der Bibel

Der Begriff "Bibel" kommt von dem griechischen Wort "biblos", was so viel wie "Buch" heißt. Die Bibel ist kein einziges Buch, sondern sie ist eine Sammlung verschiedener Bücher. Die einzelnen Bücher wurden über einen Zeitraum von ca. 1500 Jahren von etwa 40 Autoren geschrieben. Trotz dieser Vielfalt durchzieht ein Thema wie ein roter Faden die ganze Bibel: Ein Mensch versagt (Adam) und die Welt geht zugrunde, ein Mensch besteht (Jesus) und die Welt wird gerettet. Die Einheit der verschiedenen Bücher in der Bibel ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass diese Bücher auf eine gleiche Inspirationsquelle zurückgehen.

Die Bibel beginnt im 1. Mosebuch mit dem Bericht über die Erschaffung der Welt. Sie teilt uns mit, dass Gott die Erde, das ganze Universum und alles Leben auf der Erde geschaffen hat. Den Menschen hat er zu seinem Ebenbild gemacht und dazu bestimmt, in Gemeinschaft mit ihm zu leben. Die Schilderung von der Erschaffung der Welt ist kein wissenschaftlicher Bericht, sondern das Glaubensbekenntnis, dass Gott alles durch seine Allmacht mit seinem Wort geschaffen hat.

Die Bibel trifft eine wichtige Unterscheidung zwischen den Menschen und anderen Lebewesen. Die Tiere wurden ein jedes nach seiner Art gemacht (1. Mo. 1,25), der Mensch dagegen wurde nach dem Bild Gottes geschaffen, das ihm gleicht (V. 26). Der Mensch ist ein einzigartiges Geschöpf, das Macht hat über alle anderen Lebewesen, aber auch Verantwortung trägt für die Bewahrung der Schöpfung.

Der Lebensraum von Adam und Eva war der Garten Eden (1. Mo. 2,15). Gott gab dem Menschen die Entscheidungsfreiheit zwischen Gehorsam, der das Leben zur Folge hat, und Ungehorsam, der zum Tod führt (1. Mo. 2,16-17). Die ersten Menschen entschieden sich für den Ungehorsam und dies führte dazu, dass sie aus dem Paradies vertrieben wurden. Sie mussten in der Welt ihre eigenen Wege gehen (1. Mo. 3,1ff).

Die Entscheidung Adams und Evas für den Ungehorsam war die Ursache für grausame Kriege, für Hass und Gewalt, die bis in die heutige Zeit hineinreichen. Die Folge der Sünde zeigte sich schon am Anfang der Menschheitsgeschichte, als Kain seinen Bruder Abel erschlug. Seitdem ist die Welt voll von Mord und Totschlag (2. Mo. 4,1ff).

Im Laufe der Jahrhunderte wurden die Menschen immer gewalttätiger. Schließlich griff Gott ein. Er konnte dem Treiben der gottlosen Menschen nicht länger zusehen. Er musste dem ein Ende machen. Gott wollte aber nicht alle Menschen vernichten. Die, ihm gehorsam geblieben waren, wollte er vor dem Gericht retten. So gab er Noah die Anweisung, ein Schiff zu bauen, in dem Noah, seine Familie und jede Tierart Schutz finden sollten. Alle anderen Menschen kamen in einer großen Flut um (1. Mo. 6 und 7).

Nicht lange nach der Sintflut lehnten sich die Nachkommen Noahs wieder gegen Gott auf. Sie strebten in die Höhe. Sie wollten hoch hinauf. Sie wollten sein wie Gott. In Babel begannen sie, einen Turm zu bauen, durch den sie den Himmel erreichen wollten. Wieder musste Gott eingreifen. Er verwirrte die Sprache der Menschen, so dass sie sich nicht mehr verstehen konnten. Schließlich wurden sie in alle Länder verstreut (1. Mo. 11,1-9).

In den ersten Kapiteln zeigt die Bibel, wie die Menschen sich von Gott entfernten und sich einer Lebensweise zuwandten, die zum Tode führte. Das aber will Gott nicht. Er will, dass die Menschen sich von ihren falschen Wegen abwenden und zu ihm zurückkommen ins Vaterhaus. Denn nur bei Gott ist Leben möglich. So unternimmt Gott alles, um die Menschen zu retten.

Seine Rettung begann damit, dass er Abraham erwählte und ihn dazu bestimmte, der Vater eines großen Volkes zu werden. Gott befahl Abraham, seine Heimat zu verlassen und in ein fernes, fremdes Land zu ziehen (1. Mo. 12,1-9). Gott versprach Abraham, wenn er treu bliebe, würden alle Menschen auf Erden durch ihn gesegnet werden (1. Mo. 12,2). Die Geschichte geht weiter mit Isaak, dem Sohn Abrahams, und dem Sohn von Isaak Jakob. Der Name Jakob wurde später geändert in Israel.

Auf Grund einer Hungersnot musste Jakob mit seinen Söhnen und deren Familien nach Ägypten auswandern. Die Geschichte von Jakob und seinem Sohn Josef und dessen Brüdern ist im 2. Mosebuch niedergeschrieben. In Ägypten wuchsen die Israeliten zu einem großen Volk heran. Ein Pharao, der über Ägypten herrschte, als Jakob und seine Söhne schon lange tot waren, sah die Israeliten als Bedrohung an. Durch Unterdrückung und Willkür versuchte er, sie zu dezimieren. Gott sah die Not seines Volkes. Er griff ein und führte Israel aus der Sklaverei in Ägypten in die Freiheit. Dazu gebrauchte er Mose als seinen Diener. Damit die Israeliten gerettet werden konnten, mussten sie an einem festgesetzten Tag ein fehlerloses Lamm schlachten und mit dessen Blut die Türpfosten bestreichen. In der Nacht ging ein Engel durch Ägypten und tötete jede Erstgeburt aller Familien. An den Häusern aber, deren Tür mit dem Blut des Opferlammes bestrichen war, ging er vorüber. Da sich die Israeliten in diesen Häusern aufhielten, wurde von ihnen niemand getötet. Niemand! Sie waren durch das Blut gerettet und der Pharao ließ sie gehen. Das Blut des Lammes an den Türpfosten, auf Grund dessen die Israeliten vor der Strafe verschont blieben, ist ein Hinweis auf das Opfer, das Jesus Christus später am Kreuz vollbracht hat.

Unter der Führung Moses ließen die Israeliten Ägypten und die Sklaverei hinter sich und kamen bis zum Berg Sinai. Dort schloss Gott mit ihnen einen Bund. Er gab ihnen die zehn Gebote und machte die Zusage, dass sie sein Volk seien und dass er sie segnen wolle, wenn sie ihm gehorchen und die Gebote halten würden. Falls sie jedoch ungehorsam seien, würden sie seinen Segen verlieren. Dieser Bund wird auch als alter Bund bezeichnet oder als altes Testament. Von diesem Begriff her kommt auch die Bezeichnung des ersten Teiles der Bibel. So wie Adam und Eva hatte auch Israel die Wahl zwischen Gehorsam und Ungehorsam gegenüber Gott, zwischen Segen und Leben oder Fluch und Tod.

Das Volk Israel erreichte schließlich nach einer 40-jährigen Wanderung durch die Wüste das von Gott versprochene Land, das ihre Heimat wurde. Gott gab dem Volk Gesetze und Vorschriften, die das Leben im gelobten Land regeln sollten. Diese Regeln sind im 3. Mosebuch niedergeschrieben. Das dritte Mosebuch lehrt, dass Sünde ernste Folgen hat. Die Strafe für die Sünde ist der Tod. Das wird dadurch deutlich, dass auf Grund sündigen Verhaltens immer ein Lamm als Opfer geschlachtet werden musste. Nur durch solch ein Opfer konnte die Sünde vergeben werden. Diese rituelle Opferung ist ein weiterer Hinweis auf das spätere, auf das wahre Opferlamm im Neuen Testament – Jesus Christus, der sein Leben für das Leben aller Menschen am Kreuz opferte.

Gott hatte seinem Volk immer wieder geholfen. Doch es dankte seine Hilfe mit Ungehorsam und Unglauben. So musste es Gott wiederholt strafen. Das fehlende Vertrauen zu Gott führte auch dazu, dass Israel vierzig Jahre in der Wüste zubringen musste, bevor es das verheißene Land einnehmen konnte. Davon wird im 4. Mosebuch berichtet. Das Buch berichtet von Niederlagen und den Siegen Israels. Niederlagen dort, wo das Volk sich gegen Gott auflehnte und Siege dort, wo das Volk Gott vertraute.

Das 5. Mosebuch wird auch als „Deuteronomium“ bezeichnet. Das bedeutet soviel wie "zweite Gesetzgebung". Mose ging noch einmal die Gesetze und Vorschriften mit den Israeliten durch und ermahnte sie, Gott treu zu sein, damit ihr Leben in der neuen Heimat gelingen kann (5. Mo. 30,19).

Nach dem Tod Moses übernahm Josua die Führung des Volkes. Unter seiner Leitung nahm Israel schließlich das von Gott versprochene Land – Kanaan – ein. Davon berichtet das Buch Josua. Bevor Josua starb, erinnerte er die Israeliten daran, was Gott für sie getan hatte und weiter tun würde, wenn sie sich an die Bedingungen des Bundes hielten (Jo. 24,13-14).

Auch nachdem Israel das Land Kanaan eingenommen hatte, wurden die Israeliten untreu und verfielen immer wieder dem Götzendienst. Das Buch der Richter berichtet über die Folgen des Ungehorsams. Wenn das Volk sich von Gott abwandte und Götzen zuwendete, wurde es von den Nachbarvölkern unterdrückt. Dann rief das Volk in seiner Verzweiflung zu Gott um Rettung. Daraufhin bestimmte Gott einen starken Führer (genannt auch Richter), um die Unterdrücker zu vertreiben. Am Ende des Richterbuches werden Verfehlungen Israels zusammengefasst: "Damals hatte Israel noch keinen König, deshalb tat jeder, was er für richtig hielt." (Ri. 21,25).

Die Israeliten sahen immer wieder auf die Nachbarvölker und wollten haben, was diese hatten. So verlangten sie von Gott einen König, obwohl ihr Gott der eigentliche König für sie war. Im Buch Rut wird von den Vorfahren des bedeutendsten Königs Israels geschrieben. Das war David. Seine Vorfahren entstammten aus der Ehe von Boas und Rut. Rut war eine Ausländerin. Nachdem ihr erster Mann gestorben war, folgte sie ihrer Schwiegermutter in das in ihr fremde Land Israel. Sie richtete sich nach den Gott Israels und tat, was in den Augen Gottes gut war. In Israel heiratete sie Boas. Aus ihrer Ehe entstammte das Geschlecht, aus dem nicht nur David und Salomo hervorgingen, sondern auch Jesus Christus.

Die Israeliten hatten bisher noch keinen keinen König, weil Gott ihr Herrscher war. Das ganze Land stand unter der Herrschaft Gottes. Doch das Volk wollte einen König haben wie andere Völker. Der Prophet Samuel warnte sie davor, weil er die Folgen sah. Davon wird im 1. Samuelbuch berichtet. Entgegen den Mahnungen Gottes schuf sich das Volk ein Königreich, in dem Saul der erste König war. Erst mit David begann das Land zu blühen. Unter seiner Führung gelangte das Volk zu Macht und Reichtum. Wir können das im 2. Samuelbuch nachlesen.

Im 1. und 2. Buch der Könige sowie im 1. und 2. Chronikbuch wird von den weiteren Königen und der weiteren Geschichte Israels berichtet. Diese Bücher schreiben auch über den Niedergang und Deportation Israels als Folge seines Ungehorsams gegenüber Gott.

König Salomo erbte von seinem Vater David ein reiches und blühendes Königreich. In Jerusalem baute er den Tempel, in dem Gott geehrt und die verschiedenen Opfer dargebracht wurden. Salomos Reichtum wuchs und er wurde berühmt wegen seiner Weisheit. Aber er ließ sich mit vielen ausländischen Frauen ein. Diese verführten ihn dazu, sich den Götzen zuzuwenden, die in den Nachbarvölkern verehrt wurden. Das wurde ihm und dem ganzen israelitischen Volk zum Verhängnis. Nach der Ära Salomos zerfiel das israelitische Königreich in zwei Teile, dem Nordreich Israel und dem Südreich Juda.

Nur wenige jüdische Könige, die Salomo folgten, waren Gott treu. Die meisten dienten den Götzen anstelle dem Gott Israels. Immer wieder sandte Gott Propheten, die die Israeliten warnten und zur Umkehr riefen. Doch das Volk kehrte nicht um. So endete schließlich alles in der Katastrophe. Zuerst wurde das Nordreich Israel von der assyrischen Großmacht zerstört und später wurde das Südreich Juda von den Babyloniern besiegt. Jerusalem und der Tempel wurden zerstört. Viele Israeliten wurden in die babylonische Gefangenschaft geführt. Das auserwählte Volk Gottes war wieder vertrieben und versklavt. Das alles war die Folge seines Ungehorsams. Es kam ins Exil, weil es den Bund mit Gott nicht hielt.

539 v.Chr. wurde das babylonische Reich von dem neu aufstrebenden Reich der Meder und Perser besiegt. Der persische König Kyrus erlaubte den Israeliten, in ihre Heimat zurückzukehren. Das Buch Esra erzählt die Geschichte der Juden, die nach Judäa zurückgingen und begannen, den Tempel wieder aufzubauen. Das Buch Nehemia berichtet, wie Nehemia, der am persischen Hof eine hohe Stellung inne hatte, nach Jerusalem zurückging und gemeinsam mit Esra am Wiederaufbau der Stadt arbeitete.

Nicht alle Juden kehrten in die alte Heimat zurück. Viele blieben in Persien und lebten dort weiterhin. Das Buch Ester berichtet, wie das jüdische Volk in Persien auf Betreiben eines einzelnen in große Gefahr geriet und wie den Juden die Vernichtung drohte. Durch das mutige Vorgehen der jüdischen Königin wurde das Volk auf wunderbarer Weise gerettet. Gott hatte sein Volk auch im Exil nicht aufgegeben.

Die Geschichtsbücher des Alten Testaments erzählen von der Beziehung zwischen Gott und seinem auserwählten Volk Israel. Sie erzählen vom Handeln Gottes an diesem Volk und vom Ungehorsam und Abfall Israels von Gott. Von Anfang an hat Gott immer wieder in der Geschichte der Menschheit gewirkt. Aber er hat auch in das Leben einzelner hineingewirkt. Davon erzählen die Weisheitsbücher des Alten Testaments. Diese Bücher vermitteln viel göttliche Weisheit und geistliche Erkenntnis. Sie sind eine Ermutigung für alle, die sie lesen. Aus ihnen können Menschen Trost und Hilfe schöpfen.

Im Hiobbuch lesen wir von Hiob, einem wohlhabenden, gottesfürchtigen Mann, der viel Leid durchmachen musste. Trotz großer körperlicher Leiden und seelischer Verzweiflung blieb er Gott treu. Die Psalmen erzählen von Glück, Angst, Enttäuschung, Triumph, Dankbarkeit, Niedergeschlagenheit und Verzweiflung, die Menschen immer wieder erleben – die ganze Bandbreite menschlichen Erlebens. Sie sind eine Quelle der Belehrung, Ermutigung und des Trostes. Die Sprüche Salomos sind eine Sammlung von vielerlei Weisheiten. Der Prediger Salomo denkt über Lebenssinn und über die scheinbare Sinnlosigkeit menschlichen Lebens nach. Salomo, der König von Israel, konnte alles haben und tun, was er wollte, doch er fand keine dauerhafte Befriedigung. Er schloss daraus, dass am Leben mehr sein müsse als nur diese kurze sterbliche Existenz. Zur Erfüllung brauche der Mensch letztlich eine tiefe, persönliche Beziehung zu Gott (Pred. 12,13-14). Das Hohelied Salomos enthält wunderbare Gedichte über die Liebe und Hingabe von Mann und Frau.

Israel und Juda wichen immer wieder von ihrem Gott ab und wandten sich den Göttern ihrer Nachbarvölker zu. Sie rannten damit in ihr Verderben. Davor wollte Gott sie bewahren und sandte ihnen deswegen Propheten. Die Propheten warnten die Leute. Sie riefen zur Umkehr, um das Unheil abzuwenden. Sie redeten aber auch von der neuen Welt und vom Gerichtstag Gottes.

Wir kommen nun zum Neuen Testament. Das Volk Israel ist immer wieder Gott ungehorsam geworden und war daher dem Verderben ausgeliefert. Aber nicht nur Israel, sondern alle Menschen der ganzen Welt sind wegen der Sünde für ewig verloren. Gott aber will die Verlorenheit der Menschen nicht. Er liebt sie und will sie davor retten. Um Rettung zu ermöglichen, schickt er seinen Sohn Jesus Christus in die Welt. Von seinem Leben, Sterben und Auferstehen berichten die vier Evangelien.

Jesus wurde in Bethlehem geboren. Den größten Teil seines Lebens verbrachte er als Zimmermann in Nazareth. Mit etwa 30 Jahren begann er sein aktives Wirken. Jesus redete von der Liebe Gottes. Er sprach davon das Reich Gottes zu errichten, in dem alle Menschen in Frieden und Freiheit leben würden. Er lud die Menschen ein, zu ihm zu kommen. Er wollte ihren Lebensdurst stillen und ihnen ewiges Leben schenken. Er heilte viele Kranke und bewirkte noch andere Wunder. In besonderer Weise wandte er sich Armen und Ausgestoßenen zu. Er war ein Freund der Menschen, die einen schlechten Ruf hatten.

Die Menschen sahen in ihm den Mann, der sie von der römischen Besatzermacht befreien würde. Doch stattdessen predigte er die völlige Gewaltlosigkeit. Er wies die Leute darauf hin, dass sein Reich nicht von dieser Welt sei. Er wollte die Menschen nicht von der irdischen Macht befreien, sondern von der Macht der Sünde, die die Menschen in den Tod treibt. Um diese Rettung möglich zu machen, musste er am Kreuz einen grausamen Tod sterben. Am Kreuz hat er die ganze Sünde aller Menschen auf sich genommen und ausgetilgt. Nach drei Tagen ist er von den Toten auferstanden. So können alle Menschen zu ihm kommen und bei ihm Vergebung ihrer Schuld erfahren. Wer das macht, dessen Leben kommt vor Gott ins Reine. Er wird mit einem neuen erfüllten Leben beschenkt, ein Leben, das ewig währt. Zum Schluss kehrte Jesus zu seinem Vater im Himmel zurück und versprach, zur Erde zurückzukehren.

Die Apostelgeschichte berichtet über die erste Christenheit und über die Ausbreitung der rettenden Botschaft von Jesus Christus. So wie Jesus es ihnen angewiesen hatte, waren die Jünger in Jerusalem zusammengeblieben. Dort empfingen sie zu Pfingsten den Heiligen Geist. Nun erkannten sie, dass Jesus gekommen war, um nicht nur die Juden zu retten, sondern alle Menschen aus allen Völkern. Das Ziel Jesu war nicht die physische Befreiung, sondern die Befreiung aus der Macht der Sünde. Durch die Kraft des Heiligen Geistes konnten die Jünger in aller Öffentlichkeit die rettende Botschaft von Jesus Christus verkündigen.

Die Apostelgeschichte befasst sich vor allem mit dem Wirken des Apostel Paulus. Nach seiner Bekehrung unternahm er weite Reisen, um das Evangelium zu verkündigen. Aufgrund seiner Verkündigung kamen viele Menschen zum Glauben an Christus und überall entstanden neue christliche Gemeinden.

Durch Briefe hielt Paulus die Verbindung zu Gemeinden aufrecht. Nicht nur Paulus schrieb Briefe; das taten auch andere Apostel wie z.B. Petrus und Johannes. Diese Briefe vermitteln die Lehre Jesu und geben einen Einblick in das Leben der Christen und Gemeinden damals.

Das letzte Buch in der Bibel ist die Offenbarung oder auch Apokalypse genannt. Sie ist ein Trostbuch für die hart verfolgte Christenheit unter dem römischen Kaiser Domitian. Mit eindrücklichen Bildern schildert sie die Wiederkunft Jesu. Bei seinem ersten Kommen Jesu auf die Erde kam er als Retter, bei seinem zweiten Kommen wird er als Richter kommen und über die verdorbene Menschheit das Gericht halten. Er wird das vollenden, was er bei seinem ersten Kommen begonnen hat. Dann wird er die Gläubigen zu sich holen und sie werden für alle Ewigkeit mit ihm zusammenleben.

 

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